Feinstaub für rund 100 Euro selber messen – So gehts!

Das Thema Feinstaub (*hust*) kann einem die Stimme verschlagen.

Es sind natürlich die Diesel, die gar nicht so sauber sind, wie wir alle dachten, die Massen von kleinen Partikeln in die Luft pumpen. Wie viel du so täglich einatmest, kannst du jetzt mithilfe von selbstgebauten Funkmessstationen genau prüfen.

Gesehen auf der Maker Faire Hannover am 25.08. 2017

Feinstaub: Miss es endlich selber.

Das Thema LoRaWan oder LoRa-Funk hat bei aktuellen Maker-Projekten Konjunktur. Viele kleine DIY-Projekte lassen sich so sinnvoll vernetzen und können dann miteinander kommunizieren. So könnte man auch eine Feinstaub-Karte der ganzen Stadt erstellen.Das Thema Feinstaub ist dagegen schon länger in allen größeren Städten ein Problem. Am schlimmsten ist Stuttgart wegen seiner Kessellage betroffen, wo die Luft nicht abziehen kann. Aber auch übers Rhein-Main-Gebiet legt sich der Feinstaub oft wie schwarzer Mehltau.

Man könnte jetzt auf die Diesel, LKW und die Auto-Industrie schimpfen. Den Makern ist das Politische aber meistens zu langwierig – lieber mal selbst einen Feinstaubsensor bauen. Das bringt wahrscheinlich mehr.

*hust*… und wie geht das?

Dank der LoRa-Technolgie (steht für „Low-Range“ siehe Kasten unten) kannst du dann in einem kostenlosen Funknetz Daten austauschen. Jeder kennt wahrscheinlich die großen offiziellen Messstationen, die aussehen wie Container mit Antennen – auf der (am höchsten belasteten) Friedberger Landstraßen in Frankfurt steht so eine. Die sind vielleicht genauer, aber was wäre wenn man in der ganzen Stadt ganz viele kleine Messtationen hätte?Dann könnte man wahrscheinlich ein sehr viel genaueres Bild der Feinstaub-Belastung erzeugen. Um eine solche Kartierung aber tatsächlich zu verwirklichen, braucht es dann auch ein leistungsfähiges Datennetz. LoRa-Wellen können das zumindesten auf kurze Distanzen sicherstellen.

LoRa Technologie

mit Rund 100 – 150 Euro bist du dabei!

Das teuerste sind das LoRa-Funk Kit (rund 80 Euro) und ein Arduino Zero (ab 35 Euro). Alles andere kannst du dir aus Baumarktteilen für kleines Geld zusammen bauen.

Wie wir auf der Maker Faire Hannover 2017 entdeckt haben geht es noch einfacher: Bei Radioshuttle bekommt man bei eine Lora Platine, auf der auch der Arduino Zero schon mit drauf ist. Zusätzlich gibt es Arduino Software für eine verschlüsselte Übergabe.

Das ist eine Eigenentwicklung von Arduino Hannover, die nur für 38 Euro kostet. Davon benötigt man dann allerdings zwei Stück als Sender und Empfänger. Anschließend muss man diese Daten natürlich noch ins Netz weiterleiten. LoRa ermöglicht es dann, den Sensor an Stellen aufzuhängen, an denen es kein WiFi und keinen Strom aus der Steckdose gibt.„Wir sind natürlich sehr Stolz auf diese LongRa genannte Lora/Zero Platine und auf die Software, die wir RadioShuttle nennen“, sagte Rainer Radow von Ardunion Hannover.

Viele weitere Details dazu findest du auf der Seite von: arduino-hannover.de

Und jetzt konkret! Hättet ihr Lust, eine Feinstaubkarte mit uns aufzubauen?

Denn hier ist die gute aktuelle Nachricht: Die Stadt Frankfurt bietet jetzt gerade Fördergelder in Höhe von 100.000 Euro für Projekte aus dem Klimaschutz an. Genaueres lest hier in diesem Bericht von Paul Herwart..

Da wäre so ein tolles Netz in Frankfurt mit LoRaWan genau richtig. Oder?Bitte kommentiert unten, wenn ihr da mitmachen würdet!

Related Posts

Leave a comment