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Sensorennetz: Wie viel Feinstaub hast du in deiner Atemluft?

Was kannst du gegen Feinstaub und Fahrverbot tun?

Wer dieser Tage “Frankfurt” und “Feinstaub” ins Google hackt, den begrüßen hämische Anzeigen von Toyota und Peugot. Grund: das baldige Verbot für motorisierte Dreckschleudern, insbesondere deutscher Autobauer. Zwar ist Frankfurt eine der grünsten Städte des Landes, aber durch den vielen Verkehr eben auch sehr schmutzig. Trucks, SUVs und Pendler pusten den ekligen Dreck in unsere Atemluft.

Die Werte in der “Umweltzone” – das ist das Dreieck zwischen A5, A661 und A3 – sind deutlich und ständig überhöht. Jetzt hat aber endlich ein Gericht die Stadt gezwungen, mit Fahrverboten für saubere Luft zu sorgen! Ab Februar 2019 dürfen stellenweise keine Diesel der Euro-4-Norm und auch keine Benziner der Euro-1- und Euro-2-Norm mehr in die Umweltzone.

 

 

 

Noch nicht dicht genug:
Das Netz der privaten Feinstaubmessanlagen in Frankfurt

Wird die Luft durch das Fahrverbot wirklich besser? Und was bedeutet das konkret für deine Wohnlagen? Die MAKE Rhein-Main empfiehlt, dass du dir selbst einen Feinstaubsensor zulegst. Die kosten im Selbstbau zwischen 50-100 Euro und messen den Staub laufend da, wo es für dich am wichtigsten ist. Am besten überträgst du dann noch die Daten deiner neuen Messanlage ins Netz. Damit hilfst du ein privates innerstädtisches Sensorennetzwerk zu verdichten. http://frankfurt.maps.luftdaten.info/#13/50.1204/8.6989 So können wir kontrollieren, ob die Frankfurter Luft 2020 wirklich besser geworden ist. Wenn du Fragen hast, schreib sie am besten unten in die Kommentare.


 

Danke an das Gericht und die Kläger!

Es ist ein klares Versäumnis der Frankfurter und Landespolitik, dass sie uns jahrelang weiter hat Dreck atmen lassen. Aber sie wollte sich wahrscheinlich nicht mit den Autofahrern anlegen, die gutgläubig von der Industrie reingelegt wurden.
Gut 75.000 (!) Fahrzeuge allein in Frankfurt fallen unter das Fahrverbot. Hinzu kommen die vielen Pendler. Viele müssen ihre Karre wohl jetzt verscheuern oder sie für mehrere tausend Euro nachrüsten.

Kein Witz!

In der FR rät der Frankfurter Verkehrsdezernent Österling den Betroffenen, sich bitte bei der Autoindustrie zu beschweren. Da bleibt sogar mir als Rad- und Öffi-Fahrer ein bitterer Nachgeschmack. Denn wir kennen die deutschen Verbraucherrechte in solchen Fällen: meist lohnt es sich nicht zu klagen. Und auch Landesverkehrsminister Al-Wazir, Schirmherr unserer letzten ://webweek, verlangt in der FAZ Wiedergutmachung durch die Autoindustrie.

Wie kannst du deine Wut nun in etwas Produktiveres umleiten, als nur mit der Faust auf den Tisch zu hauen und wieder mal zu blechen? Du kannst beim Aufbau eines Frankfurter Sensorennetzwerks für Feinstaub helfen.

Den es gibt Feinstaubsensoren für zuhause. Wir hatten ja schon mal darüber berichtet, dass es inzwischen Sensoren zur Feinstaubmessung für unter 100 Euro gibt. Aber bevor du klickst, lass dir gesagt sein, dass es inzwischen auch tolle Meßanlagen für 50 Euro, die sogar schick aussehen. In einem kleinen Häuschen, dass du fast überall anbringen kannst, läuft ein Laser, der den Feinstaub misst.

Wenn du mehr wissen willst, frag doch einfach unten in den Kommentaren.

 


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