Der Warp-Antrieb für deine Raumfahrtidee

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2019 und dies sind die Abenteuer des Centrums für Satellitennavigation CESAH aus Darmstadt, das mit seiner starken Besatzung unterwegs ist, um neue Ideen für die Erforschung unseres Sonnensystems und ferner Galaxien zu sammeln. Kein Lichtjahr von deinem jetzigen Standort entfernt, bietet dir CESAH bis zu 50.000 Euro als Warp-Antrieb für deine Gründungsidee.

Ein kleiner Schritt für dich, aber vielleicht ein großer für die Menschheit.

Wir haben mit Lisa Klambeck vom CESAH über ihr Angebot in Darmstadt gesprochen. Außerdem erzählen Gründer aus dem Programm, wie sie von der Kooperation mit der ESA profitieren. 

Stellt euch vor – was macht CESAH?

Wir sind CESAH, das Centrum für Satellitennavigation Hessen, der direkte Ansprechpartner für innovative Gründungsideen im Bereich der Satellitennavigation und der Anwendung von Raumfahrttechnologien. Als Gründerzentrum unterstützen wir die technische Entwicklung, Realisierung und Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen der Satellitennavigation, gefördert vom Land Hessen, der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie namhaften Industrie- und Forschungseinrichtungen. Wir managen zudem das ESA Business Incubation Centre (BIC) Hessen & Baden-Württemberg –  Europaweit gibt es übrigens 20 ESA BICs.

Was bietet ihr für Startups und Gründer an? Habt ihr eine spezielle Zielgruppe?

Bei uns kann man sich jederzeit bewerben: unsere permanente Ausschreibung mit standardisierten Auswahlverfahren spricht alle Gründer und Gründerinnen an, die im Bereich Satellitentechnik/Raumfahrt unterwegs sind. Bei Aufnahme in das Programm gibt es eine monetäre Förderung in Höhe von 50.000 Euro, technische und fachliche Beratung durch ESA-Mitarbeiter und aus der Industrie. Reizvoll für die Gründer ist also besonders auch der Eintritt in verschiedene Netzwerke. Wir sitzen im TIZ Darmstadt und vermieten dort auch Büroflächen für Startups.


Abonniere jetzt unseren Nerdletter für Rhein-Main und besuche kostenlos die Maker Faire Darmstadt.

Wie bringt ihr die Community in eurem Coworking zusammen?

Derzeit planen wir einen regelmäßigen Stammtisch und wollen auch das Netzwerk noch weiter ausbauen. Wir organisieren dazu auch Hackathons, bei denen wir weitere Interessenten für das ESA BIC finden. Bei diesen Events kann man sehr gut Kontakte aufbauen und interdisziplinär arbeiten.

Woran erkennt man typische Co-Worker bei euch?

Den typischen Gründer im ESA BIC erkennt man nicht auf der Straße. So vielfältig wie unsere Start-ups, sind auch die Menschen hinter den Ideen. Was sie gemein haben, ist ihre Art zu denken. Sie sind Querdenker, die entweder Technologien aus der Raumfahrt auf andere Gebiete übertragen oder Technologien aus anderen Industrien auf die Raumfahrt. Die meisten Gründer bei uns sind mit beiden Füßen auf dem Boden und haben gleichzeitig eine große Vision.

Ist das ein Elfenbeinturm oder bringen die Startups auch was?

Natürlich sind viele unserer Start-ups bemerkenswert. Aber ein großartiges Start-up, das von Frauen gegründet wurde, ist feelSpace mit ihrem Produkt naviGürtel. Das erste fühlbare Navigationsgerät der Welt ist ein vibrierender Gürtel, der unter anderem Blinden bei der Orientierung hilft. Die sind schon durch mit dem Programm bei uns und wie sich gezeigt hat, sehr erfolgreich durchgestartet.

Was ist euer Geheimtipp für Gründer im Rhein-Main-Gebiet?

Unser Geheimtipp für Start-ups: Schafft euch einen guten Buchhalter an, das erleichtert vieles 😉 Abonniert unseren Newsletter, darin berichten wir auch viel über Events, die wir teils selbst veranstalten, teils aus der Region. Denn das A und O ist: netzwerken, netzwerken, netzwerken.

Vielen Dank für das Gespräch, Lisa!

 

Nachgehakt: Das sagen die Gründer im CESAH

Über sich selber zu sagen, dass man großartig ist, kann ja jeder – aber wenn andere da noch bestätigen steigt die Glaubwürdigkeit. Wir haben auch mit zwei begeisterten Gründern aus dem CESAH gesprochen – die rein zufällig auch am 23. Februar auf unserer Maker Faire Darmstadt Vorträge im Programm haben. Holt euch schnell noch ein kostenloses Ticket, um dabei zu sein!

Shahrokh Khodabakhshieiner der Gründer von HOSTmi, einer Webplattform zur unabhängigen und effizienten Vermittlung von Flugmöglichkeiten auf verschiedenen Raumfahrtplattformen und Träger des hessischen Gründerpreises, sagt über den Inkubator der ESA:

„Das Förderprogramm war für uns super hilfreich und wir haben von dem umfassenden Netzwerk profitiert. Unser Büro im TIZ bietet uns zudem eine super zentrale Lage, sehr gute Betreuung und Kontakte zu anderen Startups und in die Gründerszene. Gleichzeitig ermöglicht die Nähe zur ESA und Telespazio Synergien – man kann sich auch einfach mal kurzfristig mit einem Raumfahrtunternehmer auf einen Kaffee treffen und zusammen brainstormen.“

Sebastian Lemke, Gründer der e.Ray Europa GmbH, Alumni-Unternehmen des ESA BIC erzählt:

“Als junges Unternehmen haben wir durch CESAH Zugriff auf Technologien für hoch präzise Navigation, Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung erlangt, die großen Mehrwert für unsere unabhängigen Energiesysteme bieten. So können wir Hochwasserwarnungen und Telekommunikation in Gebieten bereitzustellen, wo kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Die Kooperation mit den Fachleuten von der ESA hat uns neue Horizonte geöffnet und wir profitieren bis heute von diesem Netzwerk. Speziell die Zusammenarbeit mit Donata Pedrazzani und Frank Zimmermann haben uns langfristig weiter gebracht.”

Abonniere jetzt unseren Nerdletter für Rhein-Main und besuche kostenlos die Maker Faire Darmstadt. 

Außerdem würden uns freuen, wenn du hier dein Feedback als Kommentar hinterlässt!

Related Posts

Leave a comment