Diversity – Das Thema, das irgendwann keins mehr sein soll

Diversity? Das ist doch mehr so ein soziales Thema, das andere betrifft”, denkt jedenfalls Thomas. Das sehen wir anders! Das Thema betrifft jeden – schließlich wollen wir alle glücklich und erfolgreich zusammen arbeiten.

Deshalb widmet sich der Diversity Day am 8. November im TechQuartier der Frage: Welches Potenzial geht der Region Rhein-Main durch mangelnde Diversität in digitalen Unternehmen und Berufen verloren und wie können Diversität und Inklusion erfolgreich gelebt und gestaltet werden?

 

Diversity in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist kein Akt der Nächstenliebe, sondern ein Motor für Exzellenz.

Barack Obama am 29. Oktober 2019 in München

 

Tijen Onara, Founder und CEO der Global Digital Women, stellte zum Frauentag 2019 in einem Interview mit der Deutschen Welle fest, dass Veranstaltungen im digitalen Kontext meist sehr männlich geprägt seien und bei Podiumsdiskussionen oft nur männliche Experten säßen.

Dass diese Beobachtung zutrifft, ist kaum von der Hand zu weisen. Als Ausdruck dieser Situation wurde kürzlich sogar die für Anfang Oktober geplante 3-tägige Konferenz “PHP Central Europe abgesagt, weil drei internationale Speaker aufgrund des “White Males Only” Lineups ihre Teilnahme zurückgezogen hatten (MAKE Rhein-Main berichtete).

Die Digitalisierung hilft Frauen, sichtbar zu werden

Tijen Onaran, Global Digital Women

 

Eine Ursache für den Mangel an Diversität auf Digitalisierungs-Veranstaltungen sieht Anna Domascan von den Women Techmakers darin, dass Männer oft weniger Lampenfieber hätten und proaktiver den Weg auf die Bühne suchten. Anderen Gruppen würde es helfen, wenn Unternehmen und Veranstalter etwas mehr Anschub-Energie leisteten (vollständiges Interview hier).

Aber ist nicht die Unterrepräsentation auf den Veranstaltungen nur ein Ausdruck des grundsätzlichen Mangels an Diversität in digitalen Unternehmen und IT-Abteilungen? 

Es gibt schlicht und einfach wenige Frauen und noch weniger LGBTQ-Menschen oder Menschen mit Behinderung in dieser Branche. Die Gründe dafür mögen in der Bildung und Erziehung liegen, in rosa und blauen Strampelanzügen, in Konzepten, Gewohnheiten und Ängsten, oder auch in wirtschaftlichen Überlegungen, die leider oft zu kurzsichtig sind.

1953 behauptete der Autor Elmar Schenkel: “Der größte Feind der Vielfalt ist – der Erfolg.” Doch es wird heutzutage immer deutlicher, dass Diversität und (auch wirtschaftlicher) Erfolg in keinem Widerspruch zueinander stehen, dass sie sich sogar bedingen. Erst kürzlich hat der ehemalige US-Präsident Barack Obama auf der Bits & Pretzls Diversität als kritischen Erfolgsfaktor hervorgehoben: “Diversity in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist kein Akt der Nächstenliebe, sondern ein Motor für Exzellenz.“ 

Den Mut zu haben, das zu präsentieren, was man weiß […], kann eine sehr wertvolle Erfahrung sein – für einen selbst, aber genauso auch für die Community, weil sharing is caring!

Anna Domascan, Women Techmakers

 

Beim Diversity Day am 8. November im Frankfurter Tech Quartier sind alle digitalen und diversen Communities aus der Region dazu eingeladen, sich intensiv über dieses wichtige Thema auszutauschen, zu vernetzen und zu inspierieren. Beispiele für aktive und erfolgreiche Communities im Rhein-Main-Gebiet sind: Digital Media Women, Women Techmakers, jumpp, Techettes, webgrrls, Global Digital Women und PANDA. Euch erwarten außerdem drei Keynotes und ein spannendes, toll besetztes Panel. Alle weiteren Infos zu dem Event findet ihr kommende Woche bei Meetup und Eventbrite.

 

Anna Domascan im Interview mit MAKE Rhein-Main:


Vielleicht auch ein guter Read für dich:

 


Und jetzt gib uns gerne dein Feedback: unten mit Disqus. Dankeschön!

Abonniere jetzt unseren kostenlosen Nerdletter für Rhein-Main – und bleib auf dem Laufenden!

 

Related Posts

Comments (1)

[…] Diversity Day am 8.11.2019 habt ihr die Möglichkeit das Rhein-Main-Gebiet durch vorbehaltlose Diversität und […]

Leave a comment