Die Hacker School kommt: Aha-Effekte vorprogrammiert

Am 9. und 10. Februar findet die erste offizielle Hacker School im Rhein-Main Gebiet statt. Ob in Köln, München, Berlin oder Karlsruhe: In vielen Städten konnten Jugendliche bereits die Vielfalt des Programmierens entdecken und mit Begeisterung erste tolle Ergebnisse erzielen. In der Hacker School werden in kleinen Teams überschaubare eigene Projekte verfolgt, wie etwa das Entwickeln eines Tetris-Spiels oder das Programmieren von ferngesteuerten Sphero-Robotern.

Hier geht’s zur Anmeldung für die Kids.

Im Februar jetzt auch in Frankfurt: In den Räumlichkeiten von CHECK24, an der Mainzer Landstraße 47, wird das Erfolgskonzept aus Hamburg nun endlich bei uns Premiere feiern. Ziel ist es, dass auch diesmal wieder möglichst viele interessierte Jugendliche kommen und die coole und wertvolle Erfahrung machen: „Wow, das macht Spaß und ist gar nicht so schwer, das kann ich auch!“

“Meine Schule bietet leider keine Programmier-Kurse an”, sagt ein Hacker School-Teilnehmer.

Verstehen statt nur benutzen

Heute ist eine Welt ohne Smartphones, Laptops, Tablets, soziale Medien und das allgegenwärtige Internet für die meisten Jugendlichen unvorstellbar. Auch für Eltern ist es völlig normal, dass ihre Kinder digital aktiv und ihnen oft sogar in der Nutzung einen Schritt voraus sind. Als Digital Natives erfahren Kinder neue Technologien als Begleiter des täglichen Lebens, die intuitiv erschlossen und selbstverständlich genutzt werden.

Doch wie die immer leistungsstärkeren Geräte und smarteren Anwendungen funktionieren, bleibt vielen ein Rätsel. In der Generation der Anwender herrscht nur wenig Verständnis für die Funktionen und Möglichkeiten der Technik. Die Hacker School hat es sich zur Aufgabe gemacht, daran etwas zu ändern. Denn während das digitale Leben immer komplexer wird, findet in Deutschland noch kein kontinuierlicher Unterricht statt, der eine wirkliche Medienkompetenz erreicht. Auch interessierte Jugendliche können so am technischen Fortschritt oft nur teilhaben, haben jedoch wenig Möglichkeiten, diesen auch zu verstehen oder gar mit zu gestalten.

Die Hacker School lässt Jugendliche in die Welt der Bits und Bytes eintauchen

Um diese Bildungslücke zu schließen, wurde vor vier Jahren die Hacker School in Hamburg gegründet. In regelmäßigen Wochenendkursen begleiten hier erfahrene Profis, die sogenannten „Inspirer“, Jugendliche bei ihren ersten Ausflügen in die Welt des Programmierens. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, theoretisches Wissen zu vermitteln. Vielmehr soll den Teilnehmern die Angst vorm Selbermachen genommen werden.

“Stellt euch vor, Mozart hätte mit 30 zum ersten Mal ein Klavier in der Hand gehabt”, sagt ein Hacker School Inspirer.

Da die Jugendlichen schnell etwas Funktionierendes auf dem Bildschirm oder in der Hand haben, entstehen viele und frühe Erfolgserlebnisse. “Die Kids sollen vor allem Spaß haben und merken, dass Programmieren kein Zauberwerk ist. Sie sollen lernen: ‘Das kann ich auch’ und erkennen, wie kreativ man am Computer sein kann”, betont Julia Freudenberg, die das Projekt federführend betreut. Auf diese Weise können die Teilnehmer in ihrem eigenen Tempo und mit selbstgewählten Schwerpunkten und Zielen hinter die Kulissen schauen und feststellen, dass man Technik nicht nur anwenden, sondern auch verstehen kann.


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Übrigens: Auch die Hacker School wird in Darmstadt dabei sein.

 

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können alle 11 bis 18-Jährigen, die gerne coden möchten, aber nicht wissen, wer ihnen zeigt, wie es geht.

So ist auch Teilnehmer Finn zur Hacker School gekommen: „Meine Schule bietet leider keine Programmier-Kurse an, oder jegliche Sachen, die mit dem Computer zu tun haben. Deshalb bin ich heute hier.“ Ob man bereits erste Programmiererfahrung mitbringt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache, man ist neugierig und hat Lust, etwas selbst zu machen und dabei neue Freunde kennen zu lernen. Natürlich kann man auch gleich schon Freunde mitbringen, denn gemeinsam ein eigenes Programmier-Projekt zu stemmen, schweißt zusammen und bringt jede Menge Freude, wie Theo berichtet: „Wir haben heute beide micro:bits programmiert. Das sind diese kleinen Mini-Computer und es ist echt cool, wenn man das Display davon programmiert. Es ist auch witzig, zu sehen, wie klein ein Computer wirklich sein kann und man kann trotzdem so viel Spaß damit haben.“

Zusammen gestalten wir die Zukunft

Der technische rasante und allgegenwärtige technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten und soll das auch gar nicht sein. Doch wie genau die Geräte der Zukunft funktionieren und auf welche Art und Weise sie unseren Alltag prägen werden, das hängt maßgeblich von den Entwicklern und Programmierern ab. Viele von ihnen sind heute noch jung und haben ihr Talent und ihre Begeisterung noch gar nicht entdeckt, geschweige denn gefördert. Oft passiert das erst nach der Schulzeit und oft genug auch gar nicht. Dabei ist gerade der frühe Zugang zur vielseitigen Welt des Programmierens wichtig, um durch spielerisches Entdecken nachhaltiges Interesse für diesen wichtigen Zukunftszweig zu wecken. Außerdem: Wer früh anfängt, kann später oft mehr als die anderen, beschreibt auch „Inspirer“ Max: „Stellt euch vor, Mozart hätte mit 30 zum ersten Mal ein Klavier in der Hand gehabt. Was hätten wir alles verpasst? Das ist der Gedanke dahinter, der mich antreibt.“

Die Hacker School freut sich auf ihren ersten Kurs in Frankfurt. Alle Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren sind herzlich dazu eingeladen, sich unter folgendem Link dafür anzumelden. Am 9. und 10. Februar, jeweils 13:00 bis 18:00 Uhr, in den Räumlichkeiten von CHECk24, können sie mit dabei sein und ein eigenes cooles Projekt starten. Aha-Effekte vorprogrammiert!


Hier gehts zur Anmeldung für die erste Hacker School in Frankfurt am 9. und 10. Februar 2019  
Dort können Jugendliche tolle Erfahrungen rund um Gaming, Webentwicklung und Robotik sammeln!

 

Bild: Hacker School

Brauchen wir Programmieren als Schulfach?

Wir sind gespannt auf deine Meinung: Hinterlasse dafür einfach hier einen Kommentar:

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