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Die ersten Flugversuche von Adam endeten innerhalb von nur zehn Minuten an einem Baum. Bumms! Und die Drohne war hin.

Doch davon hat sich Adam Siwy nicht entmutigen lassen – heute ist er Profi-Drohnenpilot. Ihr kennt Adam auch als Mitorganisator der Make Rhein-Main. Ihr könnt ihn samt seinem Drohnenhangar bei unserer nächsten Messe für Technikbegeisterte (und ihrer Kinder) im März 2017 treffen.

Von Lia Rodehorst

Wie kam es zu Adams Drohnen #Fail?

Tja, er hatte sich nur theoretisch mit dem Drohnenfliegen beschäftigt. Bevor er seine erste Drohne hinter dem Haus voll austestete, hätte er mit kleinen Flugmanövern üben sollen. Damit anderen das nicht passiert, gründete Adam 2015 den Drohnenhangar, die erste Flugschule für Drohnenpiloten. Sein Ziel: Innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten den Neueinsteigern so gut das Fliegen beizubringen, dass sie ihre Drohnen (und ihre Mitmenschen) nicht in Gefahr bringen.

“Bevor man das erste Mal fliegt, sollte man Einiges klären”, zählt Adam auf:

Was ist eigentlich ein gute Drohne, um fliegen zu lernen? Denn Drohnen gibt es inzwischen fast überall, selbst bei einigen große Supermarktketten, wie soll man sich da entscheiden? Fast noch wichtiger als das richtige Modell sind aber die Regeln und Gesetze, die es rund um Drohnen gibt. Denn mit dem Kauf eines Fluggeräts allein ist es nicht getan.

“Da sind viele Drohnen Einsteiger erst mal überfordert. Das musste ich mir auch erst erarbeiten, aus verlässlichen Quellen der Deutschen Flugsicherung und den Nachrichten für Luftfahrer etwa”, erzählt der ehemalige Medieninformatiker von seinen Anfängen. “Mein Drohnenhangar ist deshalb auch ein Drohnenberatungsdienst.” Das reicht von ausgefallenen Events für Kunden bis hin zur ersten Einsteigerfrage: “Wir verwenden kleine und mittelgroße Quadcopter, aber das ist Geschmackssache.”

Für Adam gibt es vier goldene Regeln, die man vor dem Fliegen als Drohnen Einsteiger beachten sollte:

1. Versichere deinen Drohnenaufstieg.

Egal wie gut du fliegst, es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Und auch kleine Drohnen können weh tun, wenn man sie mit dem Propeller gegen den Kopf kriegt. Eine Haftpflichtversicherung für deine Drohne ist also eine sinnvolle Sache und auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Diese gibt es von vielen Versicherungen, teilweise auch per App, sodass du sie für jeden Flug einzeln buchen kannst. Vielleicht ist aber auch deine bereits bestehende Haftpflicht ausreichend, ruf am besten bei deiner Versicherung an und frag nach. Schließlich sollen ja nicht nur deine Drohne, sondern auch alle um dich herum bestens geschützt sein.

2. Flieg nur da, wo du das Einverständnis vom Eigentümer des Grundstücks hast.

Bei dir zu Hause ist das einfach, aber wenn du über einem anderen Grundstück fliegst, musst du vorher fragen. Wichtig ist: Auch öffentliche Flächen wie Parks und Straßen gehören jemandem – im Zweifelsfall der Stadt.

Drohnen Event - Drohnenhangar
3. Beachte die Regeln für die Luftraumnutzung.

Bei den meisten Regeln hilft dir schon dein gesunder Menschenverstand: Du solltest nicht in Einflugschneisen für Rettungshubschrauber und näher als 1,5 Kilometer an Flughäfen fliegen,weil du sonst dort den Flugverkehr stören könntest. Wichtig ist auch, dass du deine Drohne im Blick behältst, flieg also nur so hoch oder weit, dass du sie noch sehen kannst. Auch über Menschenmengen zu fliegen ist keine gute Idee – eigentlich selbsterklärend.

Das gilt aber auch für

  • Justizgebäude,
  • Naturschutzgebiete,
  • Katastrophenstellen
  • und andere sensible öffentliche Bereiche.

Es gibt noch mehr Regeln, über die du dich schlau machen solltest.

4. Bleib auf dem Laufenden.

Die Verordnungen werden immer wieder angepasst. Seit Januar 2017 wird zum Beispiel über eine Kennzeichnungspflicht diskutiert, im aktuellen Entwurf der Luftraumverordnung bereits genannt wird. Es handelt sich bisher nur um einen Entwurf, bis dieser in Kraft tritt, gelten die bisherigen Regelungen. Eine Gute Anlaufstelle für die aktuell geltenden Verordnungen ist die Deutsche Flugsicherung und die Nachrichten für Luftfahrer. Dort wirst du auch erfahren, welche neue Regelungen wann in Kraft treten.

WICHTIG: Du interessierst dich für Drohnen und möchtest dich gerne mit anderen austauschen? Oder bist noch nie mit einer Drohne geflogen, aber willst es unbedingt mal machen?

Dann besuche uns doch auf der MAKE Rhein-Main in Frankfurt am 18. März & 19.März.
Sichere dir HIER online die Eintrittskarten im Angebotspreis.
Wir freuen uns schon dich auf der MAKE begrüßen zu dürfen.

Jetzt wird es spannend!

Aber Adam berät nicht nur, Drohnenhangar bietet auch Veranstaltungen an, in denen er seinen Kunden in fünf Stufen das Fliegen beibringt. „Flugsessions“ nennt er diese Flugstunden für Gruppen – wobei eine Gruppe alles zwischen zwei und 16 Leuten sein kann.

In der 1. Stufe geht es um die Basis:
Was ist eigentlich ein Quadcopter? Wo muss ich drücken, damit er angeht? Danach geht es in Stufe zwei vorsichtig ans erste Abheben. „Viele unterschätzen z.B. den Seitenwind oder Bodeneffekt, und im Innenraum den Deckeneffekt“, beschreibt Adam einen typischen Anfängerfehler: „Dabei ist der Quadcopter so nah an der Decke, dass er sich durch seine eigenen Luftwirbel praktisch an der Decke festsaugt.“ Intuitiv reagieren die Meisten mit hektischem Gegensteuern – dabei stürzt die Drohne aber meist ab. „Da ist es sehr von Vorteil, wenn ein Instructor daneben steht. Er kann dann helfen, und zur Not eingreifen..“ Deswegen besteht die dritte Stufe aus Präzisionsflügen. „Man stellt sich das immer so einfach vor. Aber wer das erste Mal eine um 90 Grad gedrehte Drohne steuern muss, merkt dann doch, dass das ‚mal eben umdenken‘ in der Lenkung nicht so einfach ist, wenn man die Drohne nebenbei fliegen muss.“

Nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden sind, schwirren die Drohnen in Stufe vier dann frei durch den Raum. „Da kann jeder dann ein bisschen seine Grenzen austesten, dabei lernt man schließlich am meisten“, erläutert Adam die vierte Stufe seines Programms. „Und nach ungefähr 30 Minuten sind  dann alle so sicher, dass wir uns an die fünfte Stufe wagen können: Die Herausforderungen.“
Dafür lässt er seine Teilnehmer Teams bilden, die dann Aufgaben bekommen. „Das kann ein Wettrennen sein, oder auch das möglichst genaue Vorhersagen der Zeit, die das Team braucht, um durch den Parkour zu fliegen.“

Wie weit man es mit genug Übung und guten Ideen bringen kann, zeigen Adams Drohnenevents:

Einen kleinen Grundstein mit per Drohne einfliegen, eine Schlüsselübergabe inszenieren oder  einen 15 Meter hohen Weihnachtsbaum schmücken sind für ihn kein Problem.

Im Dezember verzierte er einen Weihnachtsbaum, indem er rund um den Baum flog und mit einer Drohne eine Lichterkette aufhängte. „Dafür musste ich einen Weg finden, die Lichterkette im richtigen Tempo fliegend auf dem Baum zu verteilen und dann am Ende mittels Fernauslöser  auszuklinken“, beschreibt er seine Bastelei. „Das war Maker-Arbeit vom Feinsten.“

Sehr vom Selbermachen geprägt ist auch die Entstehungsgeschichte des Drohnennhangars, das es offiziell seit Spätsommer 2015 gibt. Denn auch wenn Adam sich als jemanden beschreibt, dem es schon immer lag, Projekte zu managen und „Dinge durchzuziehen“, musste er viel lernen: „Insbesondere bei rechtlichen Dingen hatte ich einfach keine Ahnung.“ Heute weiß er, auf was er als Drohnenfluglehrer achten muss. Auch die Konzepte für Events musste er sich erarbeiten: „Welche Drohnen sind gut, um fliegen zu lernen? Wenn ich 32 Teilnehmer habe, brauche ich dann auch 32 Drohnen?“ Durch Evaluation hat Adam das herausgefunden und weiß inzwischen, dass mehr als sechs Drohnen in der Luft nicht funktionieren. „Die verwechselt man dann einfach zu leicht und fragt sich, wieso die Drohne nicht abheben will, obwohl doch das Gas voll aufgedreht ist – während fünf Meter weiter rechts die eigentlich angesteuerte Drohne bereits abgehoben ist.“

Wirf doch einfach mal einen Blick auf die Webseite von Drohnenhanger (hier klicken!) und erhalte weitere interessante Insider-Informationen.

Zurzeit funktioniert der Drohnenhangar nach dem Pop-up Prinzip.
„So kann ich da sein, wo die Kunden sind, das hat Vorteile.“ Langfristig träumt er aber von einem echten Hangar für die Drohnen, in dem jeder willkommen ist, der fliegen möchte: „Wir werden Quadcopter verleihen, für die, die selbst noch keine haben.“

Es soll ein Ort zum Austauschen, Kennenlernen und Experimentieren werden: „Wir werden spannende Parkours aufbauen, vielleicht auch mal eine Rennstrecke für FPV Piloten, das sind die Jungs und Mädels, die mit Videobrillen aus Sicht der Race-Copter mit Geschwindigkeiten über 100 Stundenkilometern fliegen. Dank der FPV sitzen sie buchstäblich im Cockpit der Drohne.“

Wann genau aus dieser Vision Realität wird, ist aber noch unklar. „Die richtige Location zu finden ist schwierig. Aber ich suche. Und hoffentlich geht bald alles ganz schnell.“
Bis dahin ist das Drohnenhangar auch weiterhin hauptsächlich eine „Agentur für Drohnenevents“, bei der Flugsessions und Beratung im Vordergrund stehen.

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liebe Grüße dein MAKE-Team.