Steckbrief

Der Franzose Gael Langevin ist der Erfinder des InMoov – einem Roboter aus dem 3D-Drucker. Weil man die Baupläne aus dem Internet bekommt, hat er damit eine weltweite Bewegung losgetreten. Genau weiß er es nicht, aber Gael schätzt, dass es rund 250 InMoovs auf der Welt gibt, die von Makern aus aller Herren Länder gebaut worden sind.

INTERVIEW – Wir haben mit Gael auf der MakersTown in Brüssel sprechen können:

Roman: „Du bist der Erfinder des InMoov. Was kannst du uns darüber erzählen?“

Gael: „Jeder kann sich alles Baupläne von der Seite www.inmoov.fr runterladen. Selbst wenn man nie etwas mit Robotik am Hut hatte, kann man zum Beispiel mit der Hand des InMoov starten. Es gibt sehr viele Projekte, die allein nur die Hand verwenden. Oder man nimmt nur den Arm, die Augen oder den ganzen Kopf. Sobald man etwas gebaut hat, kann man anfangen, es anzusteuern. Es gibt sogar eine Sprachsteuerung.“

Roman: „Wunderschön. Bei uns in Rhein-Main gibt es auch ein InMoov-Projekt an der h_da. Wie gefällt dir das?“

Gael: „Er ist sehr schön. Er hat sogar blaue Augen. Das ist genau das, was ich beabsichtigt habe: Dass eben Roboter in Schulen und Universitäten gebaut werden. Ich muss auch zugeben, dass es nicht ganz einfach ist, einen InMoov zu bauen. Einige Hindernisse müssen die Projekt einfach selbst überwinden.“

Roman: „Kennst du noch weitere Projekte auf der Welt, die einen InMoov bauen?“

Gael: „Es gibt auf jeden Fall mehr als 250 Projekte auf der Welt – vielleicht auch 1.000. Ich habe mit einigen Niederländern einige boards gebaut, die wir verkaufen. Jedes Mal, wenn wir einige boards verkaufen, heißt das ja gleichzeitig, dass jemand einen InMoov anfängt. Ganz genaue Zahlen haben wir aber nicht. Ich weiß nur, dass er inzwischen in 65 Ländern gebaut wird.“

Übrigens: Auch bei uns in an Darmstadt gibt es einen InMoov, der in einem Projekt der Hochschule Darmstadt h_da gebaut wird.

Unten ein Foto. Mehr zum Darmstädter InMoov findet ihr hier.

Robo aus dem 3D-Drucker

Roman: „Planst du aktuell irgendwelche Upgrades oder Erweiterungen?“
Gael: „Ich habe für den zweiten InMoov, den ich gebaut habe, sehr von der Community profitiert. Ich habe einige Teile verwendet, die die anderen Maker selbst erfunden haben. Es gibt beispielsweise ein sehr gutes System zur Steuerung des Nackens, das jemand aus Kanada erfunden hat, was wiederum von jemandem aus USA noch verbessert wurde. Ich habe es dann auch nochmal verbessert und dann verwendet. Der Weg ist einfach das Ziel: Die Hauptidee ist, den InMoov immer weiter zu entwickeln.“

# FIN #

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