- Zwei Platanen am Frankfurter Merianplatz mutwillig vergiftet
- Bohrlöcher entdeckt – Täter handelten offenbar mehrfach
- Hitzebedingt schmerzlicher Verlust für dicht besiedeltes Viertel
Frankfurt am Main, 16. Juli 2025 – Zwei Platanen am Merianplatz im Frankfurter Nordend wurden gezielt mit dem Herbizid Glyphosat vergiftet. Das bestätigten Fachleute beim Fällen der schwer geschädigten Bäume am Mittwoch. Die rund 60 Jahre alten Bäume standen in einem dicht bebauten Viertel, das im Sommer regelmäßig Temperaturen von über 40 Grad erreicht.
Blätter verloren
Anwohner hatten bemerkt, dass die Platanen innerhalb weniger Tage ihre Blätter verloren und fast kahl dastanden. Ein Gutachten wies schließlich hohe Konzentrationen des Totalherbizids Glyphosat nach. Die Substanz war durch Bohrlöcher in etwa einem Meter Höhe in den Stamm eingebracht worden – in solcher Menge, dass das Gift wieder austrat.
Giftanschlag wiederholt
Das Grünflächenamt stellte vor wenigen Tagen fest, dass ein zuvor verschlossenes Bohrloch erneut geöffnet und ein weiteres gebohrt worden war. In beide Öffnungen wurde erneut Herbizid eingebracht. Die Bäume waren nicht mehr zu retten.
Warum das wichtig ist
Der Vorfall trifft ein hitzegeplagtes Viertel hart: In dem stark versiegelten Umfeld dienen große Bäume als wichtige Schattenspender und natürliche Klimaanlage. Der Verlust verschärft die städtische Aufheizung und verringert die Aufenthaltsqualität am beliebten Merianplatz.
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