Archiv 2017: Der InMoov-Androide soll erstmals nach Deutschland kommen

Der InMoov-Androide ist ein Roboter aus dem 3D-Drucker, der aussieht wie ein wissensdurstiger Student. Das Open-Source-Projekt des Franzosen Gael Langevin hat sich schnell weltweit verbreitet. Die Frankfurter Maker-Community will den UrVater des InMoovs und seinen hochentwickelten Androiden jetzt erstmals nach Deutschland holen – und du kannst helfen.

Von Roman(Ă€)make-rhein-main.de

Je nach Version und Ausbaustufe kann der InMoov verschiedene Dinge: Von komplizierten Handbewegungen, bis hin zur Bewegung im Raum und Spracherkennung. Und sogar Dance-Moves! Angefangen hat alles 2012 mit einer Hand. Der französische Designer Gael Langevin beschÀftigt sich eigentlich mit Skulpturen, der InMoov ist aber viel mehr eine Vorform von Commander Data.

InMoov Erfinder Gael Langevin aus Paris auf der Make Rhein-Main 2017 unter der EZB in Frankfurt

Bruder des großen Vorbilds aus Paris

Insgesamt soll es auf der ganzen Welt schon rund 250 InMoovs geben. Auch im Rhein-Main-Gebiet gibt es einen InMoov, den Studenten von Prof. Neser gedruckt und zusammen gebaut haben. Der kleine darmstĂ€dter Bruder des großen Vorbilds aus Paris war bei lokalen bisherigen Maker-Messen www.make-rhein-main.de immer ein großer Hingucker. Jetzt wollen wir den Erfinder Gael zu unserer 5. “Make Rhein-Main” (vom 18.-19. MĂ€rz 2017) nach Frankfurt holen – quasi die deutsche, blauĂ€ugige und die französische Version einander vorstellen.

unabhÀngige (!), eigenstÀndige Community

Seit 2014 veranstalten wir rund um Frankfurt die “Make Rhein-Main” in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. Wir sind eine unabhĂ€ngige (!), eigenstĂ€ndige Community, die klein angefangen hat. Bei unserer ersten Messe, waren vielleicht knapp 300 Besucher. Inzwischen ist das Projekt gewachsen und hat eine Eigendynamik entfaltet. Das liegt auch daran, dass wir alle ÜberschĂŒsse immer wieder in die Messe stecken (Ă€hm,… haben
 und nun gerade pleite sind, aber dazu unten mehr).

European Maker Week

Nicht nur erreichen wir jetzt weit mehr als 1.000 Besucher – wir waren im Mai 2016 auch zur “European Maker Week” nach BrĂŒssel eingeladen. Klar: Da waren Politiker und Lobbyisten – aber wir haben auch Gael und seinen InMoov getroffen. Uns hat das Ding echt umgehauen, weil es so
 ja, menschlich war. Und der InMoov wurde eben nicht von einem japanischen Konzern erschaffen, sondern wird auch in der Open Source-Community stĂ€ndig verbessert.

Der Plan war schnell gefasst: Der InMoov von Gael aus Paris muss zu uns kommen! Denn bislang war unsere „Make Rhein-Main“ immer eine eher regionale Veranstaltung – eben von und mit den Nerds aus der Nachbarschaft. Die haben Eltern und Kindern erklĂ€rt, wie man mit moderner Technik bastelt.

Aber was wĂ€re, wenn wir plötzlich einen solchen internationalen Szene-Star bei uns prĂ€sentieren wĂŒrden? WĂŒrde das nicht alle anderen Maker zusĂ€tzlich inspirieren und motivieren? Der Gedanke treibt uns an.

Zusage fĂŒr eine Halle

Als wir dann endlich wieder eine Zusage fĂŒr eine Halle hatten (in einer Stadt wie Frankfurt ist die Suche ein Albtraum!!) haben wir Gael dann ĂŒber Twitter angefragt. Er erinnerte sich sofort an uns und schrieb uns von einem Trip aus Indien, wo er gerade den InMoov vorstellte.

Gael war mit dem InMoov auch schon in aller Herren LĂ€ndern. Lustig, ist nur, dass Gael den InMoov noch nie in Deutschland vorgestellt hat. Dabei sind wir doch fast Nachbarn. Wir sind daher extra stolz ĂŒber die Zusage des InMoov-Erfinders!

Wie kommt der InMoov aus Paris nach Frankfurt?

Allerdings mĂŒssen wir natĂŒrlich die Reisekosten fĂŒr Gael, seine Frau und den Bot ĂŒbernehmen – und zwar VOR der nĂ€chsten “Make Rhein-Main”. Das ist nur fair. Nur: Da wir gerade die hohe Kaution fĂŒr die Hallen bezahlt haben, sind wir mehr oder weniger pleite.

https://www.startnext.com/make-rhein-main-2017

Du kannst uns aber helfen, den großen, tanzenden und sprechenden InMoov zum ersten Mal nach Deutschland zu holen! Noch bis zum 20. Februar 2017 lĂ€uft die Crowdfunding-Aktion hierfĂŒr auf startnext, damit wir die Reise-Tickets und Unterbringung vor der Messe bezahlen können. Im Kern ist das ein Vorverkauf fĂŒr die Make-Tickets – aber wir haben auch “Dankeschöns” fĂŒr alle, die nicht mal eben vorbeikommen können. Zum Beispiel unser Armband oder unser T-Shirt.

Das Crowdfundig soll die unabhĂ€ngige „Make Rhein-Main“ 2017 zu einer echt europĂ€ischen Messe machen. Und den InMoov samt Erfinder und Anhang endlich mal nach Deutschland bringen.

Wenn das Geld reicht, wollen wir versuchen zwei weitere europĂ€ische Ausstellern fĂŒr euch nach Frankfurt zu holen: Paula Pongratz aus Österreich und das Team von Precious Plastic aus den Niederlanden.

Zu Paula Pongratz: Postapokalyptische Schmuck-Workshops fĂŒr Kinder und Erwachsene

Paula Pongratz aus Österreich bastelt “postapokalyptischen Schmuck.” Also Schönes aus dem, was von unserer Zivilisation ĂŒbrig bleiben wird: NATO-Draht, Elektronikbauteile, VerschlĂŒsse aus Plastik. Paulas Favorit: die Borsten großer Straßenkehrmaschinen. In ihren HĂ€nden werden daraus Ringe, ArmbĂ€nder, Ohrringe oder Diademe.

In den letzten Jahren war die Kommunikationsdesignerin mit ihren Werken zum Beispiel beim 33C3, dem jĂ€hrlichen Kongress des Chaos Computer Clubs in Hamburg, und verschiedenen Maker-Messen in halb Europa. Mit ihren Workshops bietet Paula vor allem Kindern die Gelegenheit, selbst mit dem zu basteln, was wir meistens achtlos wegwerfen: “Das kann man doch noch weiter verwenden” ist Paulas Credo.

Zu Precious Plastic: Mit der mobilen Plastikwerkstatt zu einer sauberen Umwelt

Von Precious Plastic haben wir aktuelle noch keine BestĂ€tigung, dass sie kommen, wenn wir die Kosten ĂŒbernehmen. Aber es sieht ganz gut aus.

Das Projekt des NiederlĂ€nders Dave Hakkens dreht sich rund um Recycling: Ihn störte der PlastikmĂŒll an StrĂ€nden. In den wenigsten LĂ€ndern besteht ĂŒberhaupt ein System, das altes Plastik wieder nutzbar macht. Und so landet der Abfall, den die Natur nicht abbauen kann, im Meer. Eine Möglichkeit, dies zu unterbinden, hat Hakkens mit seinem Projekt “Precious Plastic” gefunden: Aus vier billigen Maschinen zum Selberbauen besteht seine “Plastikwerkstatt”. Sie schreddern das Plastik, schmelzen es ein und bringen es in neue Formen. Der WWF Brasilien fand die Idee großartig, in einer Favela entstand bereits eine mobile Plastikwerkstatt.

Zusammengefasst: Wir die Make Rhein-Main Community, versuchen gerade den InMoov-Androiden zum ersten Mal aus Paris nach Deutschland zu holen. Wenn das Geld reicht, kommen sogar Paula aus Österreich und Precious Plastic. Im Crowdfunding kannst du uns unterstĂŒtzen, auch wenn du nicht zu unserer nĂ€chsten Messe kommen kannst.

Neugierig geworden? Dann unterstĂŒtze uns bei startnext und lerne die uns und den InMoov im MĂ€rz persönlich kennen! (hier klicken!)

https://www.startnext.com/make-rhein-main-2017

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