Anmeldung aktuell offenbar noch nicht freigeschaltet
Mitten im Frankfurter Nordwestzentrum entsteht derzeit eines der spannendsten Bildungsprojekte für Jugendliche in Deutschland: TUMO.
Das Konzept stammt ursprünglich aus Armenien und soll Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren kostenlose Kurse in Bereichen wie Programmierung, Game Development, Robotik, Filmproduktion oder 3D-Design ermöglichen.

⚠️ Wichtig vorab:
Die Registrierung auf der offiziellen Webseite TUMO Frankfurt scheint aktuell noch nicht vollständig zu funktionieren. Teilweise lassen sich noch keine regulären Anmeldungen abschließen. Wer Interesse hat, sollte die Seite dennoch im Blick behalten – das Projekt befindet sich offenbar in der finalen Aufbauphase.
Besonders bemerkenswert: Laut der Frankfurter Rundschau sollen im neuen Zentrum auf rund 2000 Quadratmetern langfristig bis zu 1000 Jugendliche pro Woche lernen können. Für Frankfurt wäre das eines der größten frei zugänglichen Technologie- und Kreativbildungsangebote für junge Menschen überhaupt.
Die 8 TUMO-Lernfelder
- 🎞️ Animation
- 💻 Programmierung
- 🎮 Game Development
- 🎬 Filmproduktion
- 🎨 Grafikdesign
- 🤖 Robotics
- 🎵 Musikproduktion
- 🧊 3D-Modellierung
Das Spannende daran: Jugendliche kombinieren die Bereiche selbst. Statt einem Zeugnis bauen die 12-18 Jährigen ein Portfolio auf.
Wer etwa Games entwickeln möchte, landet automatisch auch bei:
- Storytelling
- Grafikdesign
- Sound
- Programmierung
- 3D-Assets
Das entspricht deutlich stärker der realen Praxis moderner Kreativ- und Tech-Berufe.
Von Armenien nach Frankfurt 🇦🇲➡️🇩🇪
Die Geschichte von TUMO beginnt 2011 in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Dort entstand im sogenannten Tumanyan Park das erste Zentrum. Benannt wurde das Projekt nach dem armenischen Schriftsteller Hovhannes Tumanyan.
Heute besuchen laut TUMO mehr als 20.000 Jugendliche regelmäßig die Zentren in Armenien. Inzwischen wurde das Konzept international ausgerollt – unter anderem nach Portugal, Japan, Argentinien und nun auch nach Deutschland.
Gerade deshalb ist der Frankfurter Standort interessant: Das Projekt bringt ein international erprobtes Bildungsmodell mitten in eine Region, die wirtschaftlich stark ist, aber beim offenen Zugang zu moderner Technologiebildung noch große Unterschiede zeigt.
Was Jugendliche dort eigentlich lernen können 💻🎮🎬
TUMO versteht sich nicht als klassische Nachhilfe oder gewöhnliche Volkshochschule. Statt frontalem Unterricht setzt das Konzept auf eine Mischung aus eigenständigem Lernen, Workshops und realen Projekten.
Im Zentrum stehen acht große Themenfelder:
Animation, Programmierung, Game Development, Filmproduktion, Grafikdesign, Robotik, Musikproduktion und 3D-Modellierung.
Das Besondere daran ist die Verbindung dieser Bereiche. Wer etwa ein eigenes Spiel entwickeln möchte, beschäftigt sich automatisch nicht nur mit Code, sondern oft auch mit Grafik, Sounddesign, Storytelling und digitalen Werkzeugen für 3D-Welten. Genau diese Verknüpfung verschiedener Disziplinen entspricht heute vielen realen Berufen in der Kreativ- und Technologiebranche.
Lernen wie in einem Studio statt wie im Klassenzimmer 🧠
Das pädagogische Konzept wirkt eher wie ein modernes Kreativlabor als wie Schule.
Zu Beginn lernen Jugendliche das Zentrum und die verschiedenen Themenbereiche kennen. Danach stellen sie sich ihren persönlichen Lernpfad zusammen. Die Lernsoftware „TUMO World“ passt sich dabei dynamisch an Tempo und Interessen der Jugendlichen an.
Anschließend wechseln sich Selbstlernphasen und Workshops ab. In den Selbstlernphasen arbeiten Jugendliche eigenständig an interaktiven Aufgaben, unterstützt von Coaches vor Ort. In den Workshops vertiefen Profis aus den jeweiligen Branchen das Wissen praktisch in Gruppen- und Einzelprojekten.
Zusätzlich gibt es sogenannte „Learning Labs“. Dafür kommen Expert:innen aus Technologie, Wissenschaft oder Kreativwirtschaft ins Zentrum, um gemeinsam mit den Jugendlichen an realen Projekten zu arbeiten.
Gerade dieser Praxisbezug dürfte einer der Gründe sein, warum TUMO international so viel Aufmerksamkeit erhalten hat.
Wer hinter TUMO steckt 👥
Gegründet wurde TUMO von Sam Simonian und Sylva Simonian, die ursprünglich aus Beirut stammen und später in die USA auswanderten.
Die operative Leitung übernahm Marie Lou Papazian, die das Bildungsprogramm maßgeblich entwickelte. Ihr Hintergrund reicht von Informatik im Bildungswesen bis hin zur Leitung großer Bauprojekte in New York City.
Die Idee hinter TUMO war von Anfang an größer als reine Technikvermittlung: Jugendliche sollen nicht nur Software bedienen, sondern Technologien kreativ und selbstständig einsetzen lernen.
Warum das Projekt für Frankfurt relevant sein könnte 🌐
In Deutschland wird seit Jahren über Digitalisierung, Fachkräftemangel und KI-Kompetenz diskutiert. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an niedrigschwelligen Orten, an denen junge Menschen moderne Technologien tatsächlich praktisch ausprobieren können – unabhängig vom Einkommen der Eltern.
Genau hier könnte TUMO eine wichtige Rolle spielen.
Denn das Zentrum verbindet mehrere Dinge, die sonst oft getrennt voneinander existieren: kreative Arbeit, technisches Lernen, eigenständiges Experimentieren und reale Projektarbeit.
Das passt auch zu Entwicklungen in der Rhein-Main-Region, wo seit Jahren immer mehr Hackspaces, Makerspaces und offene Technologie-Communities entstehen. Projekte wie MAKE Rhein-Main versuchen ebenfalls, Technologie nicht nur für Spezialisten oder große Unternehmen zugänglich zu machen, sondern für möglichst viele Menschen.
Fazit 🚀
Mit TUMO entsteht im Frankfurter Nordwestzentrum ein ungewöhnliches Bildungsprojekt, das internationales Technologie- und Kreativlernen kostenlos für Jugendliche zugänglich machen soll.
Sollte das Konzept in Frankfurt funktionieren, könnte daraus weit mehr werden als nur ein weiterer Lernort. Es wäre ein Beispiel dafür, wie moderne digitale Bildung außerhalb klassischer Schulstrukturen aussehen kann.
Aktuell scheint die Anmeldung auf der offiziellen Webseite allerdings noch nicht vollständig freigeschaltet zu sein. Wer Interesse hat, sollte die Seite dennoch beobachten: